Der Balkon im Winter: Was jetzt zu tun ist
Frost, Wind und nasse Füße sind die größten Feinde der Kübelpflanzen. Mit diesen Handgriffen kommt Ihr Balkongarten gut durch die kalten Monate.

Viele Balkonpflanzen überleben den Winter nicht, weil sie erfrieren — sondern weil ihre Wurzeln im nassen, gefrorenen Topf ersticken. Die gute Nachricht: Das lässt sich mit wenig Aufwand verhindern.
Füße hoch
Stellen Sie Kübel auf Holzlatten, Tonfüße oder eine Styroporplatte. So kann Wasser ablaufen, und die Kälte vom Boden erreicht die Wurzeln nicht direkt. Untersetzer kommen im Winter weg; in ihnen steht sonst das Wasser.
Töpfe einpacken, nicht die Pflanze
Eingewickelt wird der Topf, nicht die Pflanze. Jute, Kokosmatten oder alte Decken um den Kübel halten den Wurzelballen warm. Immergrüne Pflanzen brauchen Licht und Luft — eine Plastiktüte darüber ist das Schlimmste, was man ihnen antun kann.
Gießen nicht vergessen
Immergrüne verdunsten auch im Winter Wasser. An frostfreien Tagen sparsam gießen, besonders nach längeren trockenen, sonnigen Phasen. Der häufigste Wintertod ist das Vertrocknen.
Häufige Fragen
Welche Pflanzen müssen rein?
Alles, was aus dem Mittelmeerraum oder den Tropen stammt und nicht ausdrücklich winterhart ist: Oleander, Zitrus, Geranien, Engelstrompeten. Sie überwintern hell und kühl, bei etwa fünf bis zehn Grad.
Was ist mit Kräutern?
Rosmarin, Thymian und Salbei vertragen leichten Frost, aber keine Nässe. Geschützt an die Hauswand stellen und nur wenig gießen.
Erschienen für
Stadtgarten Kollektiv
Wir gärtnern dort, wo eigentlich kein Platz ist: auf Balkonen, in Hinterhöfen, auf Garagendächern. Fiktive Beispielredaktion.
