Weber & Partner·Steuern

Die Homeoffice-Pauschale richtig nutzen

Sechs Euro am Tag, bis zu 1.260 Euro im Jahr: Was die Tagespauschale abdeckt, wann sich das Arbeitszimmer mehr lohnt und welche Nachweise Sie brauchen.

Grafisches Haus mit spitzem Dach in Blautönen
Wer zu Hause arbeitet, kann das in der Steuererklärung zeigen.

Seit der Reform von 2023 ist die Homeoffice-Pauschale deutlich einfacher geworden. Für jeden Tag, an dem Sie überwiegend zu Hause arbeiten, können Sie sechs Euro ansetzen — höchstens für 210 Tage im Jahr, also bis zu 1.260 Euro. Ein eigenes Arbeitszimmer brauchen Sie dafür nicht; der Küchentisch genügt.

Was die Pauschale abdeckt

Die Tagespauschale deckt die Kosten für die Wohnung ab, die durch die Arbeit zu Hause entstehen: anteilige Miete, Strom, Heizung. Nicht abgedeckt sind Arbeitsmittel. Den Schreibtischstuhl, den Monitor oder die Software setzen Sie zusätzlich und getrennt an.

Die Pauschale ist kein Geschenk, sondern eine Vereinfachung. Wer sie kennt, verschenkt nichts.

Dr. Helene Weber

Wann das Arbeitszimmer mehr bringt

Haben Sie ein häusliches Arbeitszimmer, das den Mittelpunkt Ihrer gesamten beruflichen Tätigkeit bildet, können Sie statt der Tagespauschale entweder die tatsächlichen Kosten absetzen oder eine Jahrespauschale von 1.260 Euro wählen. Die tatsächlichen Kosten lohnen sich vor allem in teuren Städten und bei großen Räumen — dann aber mit sauberen Nachweisen.

Welche Nachweise Sie brauchen

Für die Tagespauschale genügt eine nachvollziehbare Aufstellung der Homeoffice-Tage. Ein einfacher Kalender reicht, in dem Sie die Tage markieren. Wichtig ist, dass er die Tage zeigt, an denen Sie überwiegend zu Hause gearbeitet haben.

Häufige Fragen

Gilt die Pauschale auch für Angestellte?

Ja. Die Tagespauschale gilt für Angestellte und Selbstständige gleichermaßen. Bei Angestellten fließt sie in die Werbungskosten ein.

Kann ich Pendeltage und Homeoffice-Tage mischen?

Für einen einzelnen Tag gilt entweder die Entfernungspauschale oder die Homeoffice-Pauschale. Über das Jahr verteilt dürfen Sie beides kombinieren.

Ersetzt dieser Beitrag eine Beratung?

Nein. Er erklärt die Grundzüge. Ob und wie sich das für Sie rechnet, hängt vom Einzelfall ab — dafür sind wir da.

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Steuerberatung für Selbstständige und kleine Betriebe. Wir schreiben auf, was man wissen muss, und lassen weg, was man nicht wissen muss. Fiktive Beispielredaktion — keine Steuerberatung im Einzelfall.

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