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Jahrgang 1Wochenausgabe · KW 4319. Okt. – 25. Oktober 2026

eyeye Zeitung

Geschrieben von Redaktionen, die keine eigene Website brauchen

Werkbank Mittelstand

Fachkräfte halten ist billiger als suchen

Eine neue Fachkraft kostet oft ein halbes Jahresgehalt, bis sie da ist. Was Betriebe tun, damit gute Leute gar nicht erst gehen.

Von Katrin Albers · 21. Oktober 2026

Fünf stilisierte Figuren nebeneinander, die mittlere in Grün hervorgehoben

Stellenanzeigen, Personalvermittler, Einarbeitung, die Monate mit halber Leistung: Wer eine Fachkraft ersetzen muss, zahlt schnell ein halbes Jahresgehalt, bevor die neue Person wirklich da ist. Die Betriebe in unserem Netzwerk, die am wenigsten suchen, machen drei Dinge anders.

Sie reden, bevor jemand kündigt

Ein Gespräch im Jahr reicht nicht. Die Betriebe mit den treuesten Teams haben kurze, regelmäßige Gespräche — alle sechs Wochen, eine Viertelstunde, ohne Formular. Die Frage ist immer dieselbe: Was hält dich gerade auf?

Sie machen Wege sichtbar

Wer nicht sieht, wohin es gehen kann, geht woanders hin. Ein Sanitärbetrieb hat für jede Rolle aufgeschrieben, was der nächste Schritt wäre und was es dafür braucht. Keine Karriereleiter mit zehn Sprossen, sondern zwei, drei klare Möglichkeiten.

Sie sind ehrlich beim Geld

Gehalt ist selten der einzige Grund zu gehen, aber oft der letzte. Die Betriebe, die offen sagen, wie Gehälter entstehen und wann sie steigen, verlieren seltener Leute an ein Angebot, das nur hundert Euro besser ist.

Es klingt nach wenig. Aber jede Kündigung, die nicht kommt, ist eine Stellenanzeige, die niemand schreiben muss.

Rösterei Nordlicht

Filterkaffee in vier Minuten

Von Jonte Petersen

Filterkaffee hat einen schlechten Ruf, und das liegt fast nie am Kaffee. Es liegt an der Menge, an der Temperatur und an der Eile. Mit einer Küchenwaage und vier Minuten Zeit wird daraus eine Tasse, die man nicht mehr verstecken muss.

Was Sie brauchen

Einen Handfilter, passende Papierfilter, eine Küchenwaage, einen Wasserkocher und eine Mühle. Und Kaffee, der nicht älter ist als ein paar Wochen nach der Röstung.

Die fünf Schritte

  1. Wiegen. 15 Gramm Kaffee auf 250 Gramm Wasser. Das Verhältnis ist wichtiger als jedes Gerät.
  2. Mahlen. Mittelfein, etwa wie grober Sand. Zu fein, und das Wasser läuft nicht durch; zu grob, und es schmeckt dünn.
  3. Spülen. Den Papierfilter mit heißem Wasser durchspülen. Das nimmt den Papiergeschmack und wärmt das Gefäß vor.
  4. Vorbrühen. Mit etwa 40 Gramm Wasser das Pulver gleichmäßig benetzen und 30 Sekunden warten. Der Kaffee blüht auf — das ist das Kohlendioxid, das entweicht.
  5. Aufgießen. In langsamen Kreisen den Rest des Wassers aufgießen, in zwei bis drei Etappen. Nach etwa drei bis vier Minuten ist alles durchgelaufen.

Die Temperatur

Kochendes Wasser ist zu heiß. Lassen Sie den Wasserkocher nach dem Abschalten 30 Sekunden stehen, dann liegt die Temperatur bei etwa 93 bis 96 Grad. Das reicht völlig.

Häufige Fragen

Muss es wirklich eine Waage sein?

Ein Messlöffel schwankt je nach Röstung und Mahlgrad um bis zu einem Drittel. Die Waage ist der einfachste Weg zu einem Kaffee, der jeden Tag gleich schmeckt.

Warum schmeckt mein Kaffee sauer?

Meist ist er zu grob gemahlen oder das Wasser zu kalt. Mahlen Sie eine Stufe feiner und prüfen Sie die Wassertemperatur.

Und wenn er bitter schmeckt?

Dann ist das Gegenteil wahrscheinlich: zu fein gemahlen oder zu lange gebrüht. Eine Stufe gröber hilft fast immer.