Filterkaffee in vier Minuten
Ein Handfilter, eine Waage, ein Wasserkocher: So gelingt Filterkaffee, der nach mehr schmeckt als nach Filter. Eine Anleitung in fünf Schritten.

Filterkaffee hat einen schlechten Ruf, und das liegt fast nie am Kaffee. Es liegt an der Menge, an der Temperatur und an der Eile. Mit einer Küchenwaage und vier Minuten Zeit wird daraus eine Tasse, die man nicht mehr verstecken muss.
Was Sie brauchen
Einen Handfilter, passende Papierfilter, eine Küchenwaage, einen Wasserkocher und eine Mühle. Und Kaffee, der nicht älter ist als ein paar Wochen nach der Röstung.
Die fünf Schritte
- Wiegen. 15 Gramm Kaffee auf 250 Gramm Wasser. Das Verhältnis ist wichtiger als jedes Gerät.
- Mahlen. Mittelfein, etwa wie grober Sand. Zu fein, und das Wasser läuft nicht durch; zu grob, und es schmeckt dünn.
- Spülen. Den Papierfilter mit heißem Wasser durchspülen. Das nimmt den Papiergeschmack und wärmt das Gefäß vor.
- Vorbrühen. Mit etwa 40 Gramm Wasser das Pulver gleichmäßig benetzen und 30 Sekunden warten. Der Kaffee blüht auf — das ist das Kohlendioxid, das entweicht.
- Aufgießen. In langsamen Kreisen den Rest des Wassers aufgießen, in zwei bis drei Etappen. Nach etwa drei bis vier Minuten ist alles durchgelaufen.
Die Temperatur
Kochendes Wasser ist zu heiß. Lassen Sie den Wasserkocher nach dem Abschalten 30 Sekunden stehen, dann liegt die Temperatur bei etwa 93 bis 96 Grad. Das reicht völlig.
Häufige Fragen
Muss es wirklich eine Waage sein?
Ein Messlöffel schwankt je nach Röstung und Mahlgrad um bis zu einem Drittel. Die Waage ist der einfachste Weg zu einem Kaffee, der jeden Tag gleich schmeckt.
Warum schmeckt mein Kaffee sauer?
Meist ist er zu grob gemahlen oder das Wasser zu kalt. Mahlen Sie eine Stufe feiner und prüfen Sie die Wassertemperatur.
Und wenn er bitter schmeckt?
Dann ist das Gegenteil wahrscheinlich: zu fein gemahlen oder zu lange gebrüht. Eine Stufe gröber hilft fast immer.
Erschienen für
Rösterei Nordlicht
Eine kleine Rösterei an der Küste. Wir rösten langsam, in kleinen Mengen und erklären gern, warum das schmeckt. Fiktive Beispielredaktion.
